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Archive for 8. April 2017

Video von Markus Jung – veröffentlicht am 7.4.2017 auf YouTube

Die Nikolaikirche ist ein Kirchengebäude in der nordrhein-westfälischen Stadt Siegen, dessen Geschichte auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Die Kirche steht auf dem Siegberg, dem Siedlungskern der mittelalterlichen Altstadt. Ihre architektonische Besonderheit erhält sie durch ihren sechseckigen Grundriss; das Kirchenschiff ist das einzige europäische Hallenhexagon nördlich der Alpen. Der Kirchturm der Nikolaikirche trägt mit dem Krönchen das Wahrzeichen der Stadt Siegen, eine geschmiedete und vergoldete Krone mit über zwei Metern Durchmesser aus dem 17. Jahrhundert. Als höchstes Gebäude auf dem Siegberg prägt der Kirchturm mit 53 Meter Höhe und mit auffälligem rot-weißem Anstrich die Silhouette der Stadt. Internationale Bekanntheit erlangte die Kirche durch ihren Kirchenschatz mit einer silbernen Taufschale aus dem 16. Jahrhundert. Seit der Reformation ist die Nikolaikirche ein evangelisches Gotteshaus, seit 1580 evangelisch-reformierte Pfarrkirche Siegens.

Der Turm beherbergt sechs Glocken, von denen fünf aus dem Mittelalter stammen. Vier der Glocken wurden im 14. Jahrhundert gegossen, eine stammt aus dem Jahr 1408. Ein derartiger Bestand ist sonst nur noch im Herforder Münster vorzufinden. In der Turmlaterne hängt seit 1463 die Stundenglocke. Für ihre Herstellung war in der Stadt Metall – Töpfe und Schüsseln – gesammelt worden. Die fünf Glocken des liturgischen Geläuts befinden sich im Glockenstuhl unterhalb der Turmuhr. Die Läuteordnung ist an den Westwänden in der Nähe der Seiteneingänge einsehbar; das volle Geläut aller fünf Glocken ertönt zu Ostern, Pfingsten, Weihnachten und an Neujahr zum Jahreswechsel um Mitternacht sowie zu Konfirmationsgottesdiensten. Die älteste Glocke der Nikolaikirche, die Zeichenglocke aus dem Jahr 1300, ist zugleich die kleinste des Geläuts. Sie schlägt die Viertelstunden. Größte Glocke des Geläuts ist die Sturmglocke von 1335, die einzeln nur bei drohender Gefahr geläutet wurde. Die jüngste Glocke der Kirche, die Jung-Stilling-Glocke, kam im Jahr 1947 auf den Turm. Sie sollte die Abendglocke aus dem Jahr 1408 ersetzen, die 1919 einen Sprung bekommen hatte. Die Abendglocke konnte nach langjährigem Verbleib im Siegerlandmuseum im Jahr 1993 repariert werden und läutet seitdem wieder jeden Abend um 19 Uhr auf dem Turm.

1 Sturmglocke Gottesdienste zu Gründonnerstag
und Karfreitag, Osternacht 1335 Magister Sifride 1473mm 1980kg cis1 +5
2 Marienglocke – 14. Jh. Syfrit 1361mm 1808kg e1 +5
3 Jung-Stilling-Glocke Betglocke, 7 und 12 Uhr 1947 Glocken- und Kunstgießerei Rincker 1087mm 765kg fis1 +7
4 Frühmess- oder Abendglocke Abendbetglocke, 19 Uhr 1408 unbekannt 1006mm 737kg a1 −1
5 Zeichenglocke Viertelstundenschlag, separate
Taufgottesdienste 14. Jh. Henricus und Magister Ludevicus
de Vetslar 690mm 236kg e2 −5
I Stundenglocke Stundenschlag 1463 Hans Kannengießer 924mm 500kg a1 +5

Im 15. Jahrhundert schliefen die Glöckner der Nikolaikirche nachts in deren Küsterei, um die Glocken jederzeit läuten zu können. Dafür erhielten sie von der Stadt ein Jahresgehalt von acht Albus. Neben dem liturgischen Läuten gehörte es auch zu den Aufgaben der Glöckner, die Glocken bei drohenden Gefahren zu läuten, so zum Beispiel bei Gewitter. Die Inschrift der Marienglocke, „man soll mich läuten in Gottes Ehre und in der Not der Bürger“ berichtet von deren Nebenaufgabe als Notglocke.

Wir finden, das ist sehr interessant. Wo kann man so etwas schon mal nachlesen!

Danke an Markus Jung.

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Nikolaikirche und Rathaus vor dem Krieg

Info vom Senec@fé-Team

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