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Archive for Dezember 2008

Zum neuen Jahr

Neujahrskartealt

Zum neuen Jahr

Wie heimlicherweise
ein Engelein leise
mit rosigen Füßen
die Erde betritt,
so nahte der Morgen.
Jauchzt ihm, ihr Frommen,
ein heilig Willkommen!
Ein heilig Willkommen!
Herz, jauchze Du mit!
In ihm sei’s begonnen,
der Monde und Sonnen
an blauen Gezelten
des Himmels bewegt!
Du, Vater, du rate!
Lenke du und wende!
Herr, dir in die Hände
sei Anfang und Ende,
sei alles gelegt!

Eduard Möricke

Wir wünschen Euch allen ein glückliches, gesundes
Jahr 2009

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Weihnachten01b 004

Foto: Werner Dorstmann

Christkind

Das einst ein Kind auf Erden war,
Christkindlein kommt noch jedes Jahr;
kommet vom hohen Sternenzelt,
freut und beglückt alle Welt!
Mit Kindern feiert’s froh den Tag,
wo Christkind in der Krippe lag;
den Christbaum zündet’s überall,
weckt Orgelklang und Glockenschall.
Christkindlein kommt zu arm und reich,
die Guten sind ihm alle gleich.
Danket ihm denn und grüßt es fein,
auch euch beglückte Christkindlein!

Peter Cornelius, 1824 – 1874

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Frohe Weihnachten

Collage Senecafe1

Collage: A. Dell

Liebe Freunde des Senec@fes!

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Beginn des neuen Jahres 2009.

Bleibt gesund und uns weiter gewogen!

Wir sehen uns wieder am 05. Januar 2009, ab dann sind wir wieder für Euch da.

Mit den besten Grüßen

Das Team des Senec@fe’s

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Alles blüht 

Weihnachtslied für die Kleinen

Tausend Engel fliegen heut
Lustig durch die Stadt,
Und ein Bäumchen in der Hand
Jeder Engel hat.
Einer sah mich freundlich an,
Kam mir lächelnd nah –
Ach, und lachte und sah aus
Grade wie Mama.
Und sein Bäumchen seh’ ich hier
Auf dem Tische stehn,
Und den Engel hör ich leis
Hin und wieder gehn.
Legte ab sein Flügelpaar,
Als er kam ins Haus:
Immer noch wie die Mama
Sieht der Engel aus.

Mia Holm, 1845 – 1912

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xmasmaus

 

Weihnachten in der Speisekammer

Unter der Türschwelle war ein kleines Loch. Dahinter saß die Maus Kiek und wartete.
Sie wartete bis der Hausherr die Stiefel aus- und die Uhr aufgezogen hatte; sie wartete, bis die Mutter ihr Schlüsselkörbchen auf den Nachttisch gestellt und die schlafenden Kinder noch einmal zugedeckt hatte; sie wartete auch noch, als alles dunkel war und tiefe Stille im Hause herrschte. Dann ging sie.
Bald wurde es in der Speisekammer lebendig. Kiek hatte die ganz Mäusefamilie benachrichtigt. Da kam Miek die Mäusemutter mit den fünf Kleinen, und Onkel Grisegrau und Tante Fellchen stellten sich auch ein.
„Frauchen, hier ist etwas Weiches, Süßes,“ sagte Kiek leise vom obersten Brett herunter zu Miek, „das ist etwas für die Kinder,“ und er teilte von den Mohnpielen aus. „Komm hierher Grisegrau,“ piepste Fellchen, und guckte hinter der Mehltonne vor, „hier gibt’s Gänsebraten, vorzüglich, sag ich dir, die reine Hafermast; wie Nuss knuspert sich’s.“ Grisegrau aber saß in der neuen Kiste in der Ecke, knabberte am Pfefferkuchen und ließ sich nicht stören. Die Mäusekinder balgten sich im Sandkasten und kriegten Mohnpielen. „Papa,“ sagte das größte, „meine Zähne sind schon scharf genug, ich möchte lieber knabbern, knabbern hört sich so hübsch an.“ „Ja, ja, wir wollen auch lieber knabbern,“ sagte alle Mäusekinder, „Mohnpielen sind uns zu matschig,“ und bald hörte man sie am Gänsebraten und am Pfefferkuchen. „Verderbt euch nicht den Magen,“ rief Fellchen, die Angst hatte, selber nicht genug zu kriegen, „an einem verdorbenen Magen kann man sterben.“ Die kleinen Mäuse sahen ihre Tante erschrocken an; sterben wollte sie ganz und gar nicht, das musste schrecklich sein.

 

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Märchenhaft

Überall in den Kaufhäusern findet man in diesen Tagen wunderschöne Märchendekorationen. Hier eine kleine Zusammenstellung…

Fotos: Antonie Dell

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Apollo_Theater_17.12.2008

Foto: Antonie Dell

Es macht schon was her, mit dieser nächtlichen Beleuchtung…
Unser Apollo-Theater… insgesamt ist es doch auch optisch sehr
gelungen – ganz abgesehen von der Annahme durch das Publikum…

Website Apollo-Theater

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Ein Samstagabendbummel durch das adventliche Wetzlar…:-)

Fotos und Bearbeitung: Antonie Dell

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Der Stern der Mitte

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Der Stern der Mitte

Ein weiser Mann aus dem Morgenland hatte nach Jahren mühseliger Arbeit aus den Gesteinen der Erde einen Stern zusammengesetzt, in dem die feinsten Kräfte des Lebens gebannt waren. Was dem Weisen Schönes und Wertvolles begegnet war, hatte er in Kristallen verwandelt und dem Sterne eingefügt.
Als der Wunderstern vollendet war, ließ er auf der Landstraße, die von Mekka nach Medina führt, eine prächtige Schau- und Kaufhalle errichten. Hoch oben in der Kuppel befestigte er seinen Stern. Um ihn her liefen goldene Lettern, die in einer fremden Sprache folgenden Spruch trugen:
Weib oder Mann,
sieh mich gläubig an,
dann leuchtet tief,
was verborgen schlief,
dann wird zum Kern der Dinge Gestalt,
dann wird zur Ohnmacht fremde Gewalt,
dann wird zum Helden das Kind, der Tor,
dann klimmt ein Mensch zu Gott empor!
Tausende von Wanderer kamen täglich durch die Wunderhalle und bestaunten die Pracht und die Schätze, die der weise Mann darin aufgehäuft hatte. Sie betasteten das künstliche Gitterwerk vor den Schaukästen, die farbenprächtigen Teppiche an den Wänden, die herrlichen Sammlungen der Waffen und edlen Gesteine in den Nischen – jedoch den Stern hoch oben in der Deckenwölbung sah niemand gläubig an. Wohl streifte ab und zu ein halber blick den hellen Fleck, aber man hielt ihn für wertloses Glas, und niemandes Auge blieb an ihm haften. Immer kehrten die Blicke in die prächtige Halle unten zurück. Da hingen auch zwei große Bilder an den Wänden. Vor diesen Bildern stand die Menge immer dichtgedrängt mit Staunen und Geflüster.
Das eine Bild stellte den Tod dar, wie er an einer langen Kette vorbeimarschierte und mit der Sense einem Soldaten nach dem andern den Kopf abschlägt. Die Soldaten aber – und das war grausig anzusehen – standen alle stramm wie auf dem Kasernenhof, und die ihren Kopf noch hatten, machten die Augen zu. Vorn, auf dem Feuer einer platzenden Granate, saß grinsend der Teufel und schwenkte sein rotes Fähnchen.

 

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Marthe und ihre Uhr

 

Marthe und ihre Uhr       Stutzuhr

Während der letzten Jahre meines Schulbesuchs wohnte ich in einem kleinen Bürgerhause der Stadt, worin aber von Vater, Mutter und vielen Geschwistern nur eine alternde, unverheiratete Tochter zurückgeblieben war. Die Eltern und zwei Brüder waren gestorben, die Schwestern bis auf die jüngste, die einen Arzt am selbigen Ort geheiratet hatte, ihren Männern in entfernte Gegenden gefolgt. So blieb denn Marthe allein in ihrem elterlichen Hause, worin sie sich durch das Vermieten des früheren Familienzimmers und mit Hilfe einer kleinen Rente spärlich durchs Leben brachte. Doch kümmerte es sie wenig, dass sie nur Sonntags ihren Mittagstisch decken konnte; denn ihre Ansprüche an das äußere Leben waren fast keine; eine Folge der strengen und sparsamen Erziehung, die der Vater sowohl aus Grundsatz als auch in Rücksicht seiner beschränkten bürgerlichen Verhältnisse allen seinen Kindern gegeben hatte. Wenn aber Marthen in ihrer Jugend nur die gewöhnliche Schulbildung zuteil geworden war, so hatte das Nachdenken ihrer späteren einsamen Stunden, vereinigt mit einem behänden Verstande und dem sittlichen Ernst ihres Charakters, sie doch zu der Zeit, in der ich sie kennen lernte, auf eine für Frauen, namentlich des Bürgerstandes, ungewöhnlich hohe Bildungsstufe gehoben. Freilich sprach sie nicht immer grammatisch richtig, obgleich sie viel mit Aufmerksamkeit las, am liebsten geschichtlichen oder poetischen Inhalts: aber sie wusste sich dafür meistens über das Gelesene ein richtiges Urteil zu bilden und, was so wenig gelingt, selbständig das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Mörikes „Maler Nolten“, der damals erschien, machte großen Eindruck auf sie, so dass sie ihn immer wieder las; erst das Ganze, dann diese oder jene Partie, wie sie ihr eben zusagte. Die Gestalten des Dichters wurden für sie selbstbestimmende lebende Wesen, deren Handlungen nicht mehr an die Notwendigkeit des dichterischen Organismus gebunden waren; und sie konnte stundenlang darüber nachsinnen, auf welche Weise das hereinbrechende Verhängnis von so vielen geliebten Menschen dennoch hätte abgewandt werden können.

 

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